Presseartikel

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neues deutschland, 13. September 2016

Freie Berliner Szene gegen Rechtsruck und AfD

Kunst-, Tanz- und Theaterschaffende mischen sich mit Aufruf in den Wahlkampf ein: Wir wollen eine offene, humanistische und multikulturelle Gesellschaft. [Beitrag lesen auf neues-deutschland.de]

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rbb Abendschau, 29. August 2016, 19:30 Uhr (Nachrichten)

„Koalition der freien Szene“ fordert bessere Finanzierung von Berliner Politik

Beitrag ansehen auf www.rbb-online.de

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rbb Kulturradio, 29. August 2016, 17:10 Uhr Kultur aktuell

Koalition der Freien Szene formuliert Forderungen an die Politik

Unter dem Motto „Nichts ist erledigt“ fordert die Koalition der Freien Szene im Vorfeld der Berliner Wahlen von der Politik strukturelle Veränderungen zur Stärkung der freien Szene. Eine ihrer Forderungen: 100 Prozent der City Tax für die Kultur, davon 50 Prozent für die freie Szene. Dieser und anderen Ideen hat die Koalition der Freien Szene heute auf einer Pressekonferenz Nachdruck verliehen. Kirsten Buchmann berichtet. [Beitrag anhören auf www.rbb-online.de]

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rbb Inforadio, 29. August 2016, 16:55 Uhr Kultur

Forderungen der Freien Szene in Berlin

Am Montag fand in Berlin eine Pressekonferenz der Koalition der Freien Szene Berlin statt, die beansprucht, für 50.000 Kunstschaffende zu sprechen. Vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus legte sie ein detailliertes Zehn-Punkte-Programm vor. Ein Gespräch mit Ute Büsing darüber, was genau gefordert wurde.

Zusammenfassend gesagt: Mehr Geld, mehr Mitsprache, mehr Orte für die freien – gerade auch die bildenden Künste. Das Motto heißt „Nichts ist erledigt“ und gemeint ist damit, dass die freien Künste zwar in den Jahren 2016 und 2017 einen Zuwachs der Fördermittel um nahezu 50 Prozent bekommen haben. [Beitrag anhören auf inforadio.de]

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rbb radioeins, 29. August 2016, 10:10 Uhr

Nichts ist erledigt!

Koalition der Freien Szene fordert zukunftsweisende Stärkung…

Im April 2014 wurde Tim Renner Kulturstaatssekretär für Berlin. Er wollte den Dauerstreit zwischen festen Institutionen wie Opern und Theatern und der freien Szene schlichten, ohne jedoch an der Verteilung der Gelder – 95 Prozent für die Institution und 5 für die Freien – zu rütteln.

Die Freie Szene stellt nach zweieinhalb Jahren fest: „Nichts ist erledigt!“ So lautet der Slogan, mit der die Szene heute gegen die Berliner Kulturpolitik protestiert. Darüber sprachen wir mit Christophe Knoch… [Beitrag anhören bis 29.8.2017]

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Tagesspiegel, 31. August 2016

Frei und sicher sein

Mehr Geld, neue Förderpolitik, Transparenz: Die Koalition der Freien Szene Berlin erwartet viel vom Senat. Ist das machbar?

VON RÜDIGER SCHAPER

Diese Koalition wird halten und auf jeden Fall die Wahl zum Abgeordnetenhaus überstehen. Es ist eine sehr große Koalition von bildenden Künstlern, Musikern, Tanz- und Theaterleuten, literarischem Volk und allen möglichen Kulturproduzenten. Sie haben sich 2012 zur Koalition der Freien Szene Berlin zusammengeschlossen, um für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen zu streiten. Zur Wahl haben sie nun ein Zehn-Punkte-Programm vorgelegt mit der Überschrift: „Nichts ist erledigt“. [weiterlesen auf www.tagesspiegel.de]

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dpa, 29. August 2016

Mehr Geld für Berliner Kultur – Kultur-Bündnis will City Tax in freie Kunst investieren

Berlin – Die Freie Szene der Berliner Kultur hat drei Wochen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus eine Reihe von Forderungen an den Senat gestellt. Das Motto lautet „Nichts ist erledigt!“ und umfasst zehn Punkte. Darin werden beispielsweise 100 Prozent der City Tax für Kultur und 50 Prozent davon für die freie Szene gefordert. Kunst müsse in jedem Senatsfachbereich mitgedacht werden, erklärte das Kultur-Bündnis am Montag weiter. [weiterlesen auf www.rundschau-online.de]

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rbb Online, 29. August 2016

Berlins freie Kunstszene fordert mehr Geld

Die Hälfte der Gelder aus der City Tax soll an die freie Kunstszene fließen – das fordert ein Künstler-Bündnis vom Berliner Senat. In einem neu veröffentlichten Zehn-Punkte-Plan heißt es, in der freien Szene würden oft nur Hungerlöhne gezahlt – während der Berlin-Tourismus von der Kunst profitiere.

Die freie Szene der Berliner Kultur hat drei Wochen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus eine bessere Unterstützung durch den Senat gefordert. Dazu veröffentlichte die „Koalition der Freien Szene“ einen Zehn-Punkte-Plan [Link zum Forderungskatalog] unter dem Motto „Nichts ist erledigt!“. Darin fordern die Autoren vor allem eine bessere finanzielle Unterstützung der Szene, die derzeit unter „höchst prekären Arbeitsbedingungen“, „Selbstausbeutung“ und Verdrängung leide.

Insgesamt seien zusätzliche Gelder in Höhe von 18,1 Millionen Euro nötig, heißt es. 100 Prozent der City Tax müssten in die Kultur fließen – 50 Prozent davon werden für die freie Szene gefordert. Kunst müsse in jedem Senatsfachbereich mitgedacht werden, erklärte das Kultur-Bündnis am Montag. [weiterlesen auf rbb-online.de]

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Berliner Zeitung, 29. August 2016

Selbstständige Künstler – Diese Forderungen stellt Berlins freie Szene an den Senat

Der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, hat es auch nicht leicht. Da kann sich der SPD-Politiker noch so sehr selbst dafür loben, dass er der sogenannten freien Szene in Berlin zusätzliches Geld verschafft hat: Der Verbund der selbstständigen, also nicht-festangestellten Künstler und Produzenten ist immer noch nicht zufrieden und meldet sich, schließlich sind es ja nur noch drei Wochen bis zur Wahl des Abgeordnetenhauses, mit einer Neuauflage seines seit 2012 stetig fortgeführten Mängelkatalogs zu Wort.
Der umfasst traditionell zehn Punkte und enthält eine Reihe finanzieller Forderungen. Diese bewegen sich in der Regel eher im Millionen-Euro-Bereich und haben Tim Renner auch schon mal darüber sinnieren lassen, sich wie ein gestrenger Vater vorzukommen, der es hier mit Kindern im maßlosen Teenageralter zu tun bekommt – die freie Szene müsse maximale Forderungen stellen, man könne ihnen allerdings nicht in Gänze nachkommen. Ach ja, das liebe Taschengeld… [weiterlesen auf berliner-zeitung.de]
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Deutschlandfunk, 28. April 2015

Tim Renner – Paradiesvogel im Berliner Senat?

Tim Renner will bei den kommenden Haushaltsverhandlungen mehr Geld für die Freie Szene herausholen. Die bekommt bislang nur magere fünf Prozent aus dem Kulturhaushalt. Viel zu wenig, sagt Christophe Knoch von der Koalition der freien Szene und setzt ganz auf den früheren Musikmanager – Renner hat Bands wie Rammstein, Tocotronic oder Element of Crime groß gemacht.

„Tim Renner kommt aus diesem Bereich, pflegt einen komplett anderen Sprachstil, geht die Sachen sehr direkt an, ist in der Kommunikation sehr viel präsenter, sehr viel ansprechbarer und ist auch gesprächsoffener.“ Tim Renner will auch das Fördersystem verändern. Weniger Projekte, deren Abrechnung bürokratisch und langwierig ist, stattdessen mehr Stipendien und Preisgelder. „Ich hab den Eindruck, dass Tim Renner ein sehr mutiger Mann ist, der Sachen anpackt, die lange liegengeblieben sind und an die sich niemand rangetraut hat. Da können wir noch sehr gespannt sein.“

Von Claudia van Laak

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Deutschlandradio Kultur, 22. April 2015

Neue Pläne der Volksbühne: Konkurrenz oder Chance für die Freie Szene?

Christophe Knoch, Sprecher der Koalition der Freien Szene aller Künste in Berlin, reagierte verhalten auf die Pläne Renners: Wenn die bestehenden Verabredungen mit der Freien Szene eingehalten würden, könnte der Umbau der Volksbühne eine „sehr spannende Sache“ werden. Man sei mit Tim Renner in einem „sehr guten“ und „sehr intensiven“ Gespräch. Insofern sei er „vorsichtig optimistisch“.

Es sei allerdings wichtig, dass nicht nur „ein großer Aufschlag“ gemacht werde, sondern dass auch das „Komplexere, das Kleinteiligere“ gestärkt werde, mahnte Knoch. „Ein weiterer Spielort ist wunderbar – wenn er richtig ausgestattet wird und wenn auch die anderen, die jetzt prekär sind, dabei auch berücksichtigt werden.“ Es werde jedoch nichts bringen, etwas Neues aufzumachen, wenn andere Stätten wie die Sophiensäle oder das Radialsystem in Zukunft nicht weiter mitbedacht würden.

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Deutschlandradio Kultur, 12. April 2015

An den Rand gedrängt

Rund zehn Millionen Touristen besuchen jährlich Berlin – und das ist vor allem dem kreativen Flair der Hauptstadt zu verdanken. Doch immer mehr Künstler werden an die Peripherie gedrängt oder können sich ihre Ateliers nicht mehr leisten. Denn die Immobilien an der Spree sind teuer geworden.

Von Susanne Arlt

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Berliner Zeitung, 30. März 2015

In Berlin 2000 neue Künstlerateliers geplant

Bis zum Jahr 2020 sollen in Berlin 2000 neue Ateliers für freischaffende Künstler entstehen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte am Montag, Kunst und Kultur blieben neben der Wissenschaft das wichtigste Standbein für die Stadt. «Deshalb ist es wichtig, freie und bezahlbare Räume für Künstler zu schaffen und zu erhalten.»

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Berliner Zeitung, 15. Januar 2015

Alles bleibt im Vagen

„Müller begnügte sich mit Allgemeinplätzen („Unsere Opern, Orchester und Theater spielen auf international höchstem Niveau.“) und Ankündigungen, wie der Erweiterung des Bauhausarchivs oder der Errichtung des Museums der Moderne. (…) Stattdessen lobte Müller die freie Szene, wegen der sich Berlin mit Paris, London oder New York messen könne. Eine Million Euro verspricht er daher 2015 aus Einnahmen der City Tax. Mindestens. Was Müller nicht erwähnt, ist, dass den Künstlern das Geld zusteht.“

Von Kerstin Krupp

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rbb, 25. Dezember 2015

Kein Platz für Künstler

Mit kulturpolitischen Ambitionen ist Berlins neuer Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bisher noch nicht aufgefallen. Dabei hat er von Klaus Wowereit auch den Posten des Kultursenators übernommen. Als ehemaliger Stadtentwicklungssenator könnte Müller für ein Problem der Kulturschaffenden jedoch genau der Richtige sein: den Raumnotstand.

Von Anna Pataczek

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Der Tagesspiegel, 15. Dezember 2015

Was die Freie Szene von Michael Müller erwartet

„Dass die vom Rat für die Künste erfundene City Tax vor allem der Kultur zukommen soll – diese Forderung stellt die Szene auch weiterhin unisono. „Da waren sich 2013 schon mal Politiker wie Künstler einig!“, erinnert Andreas Altenhof. In die Tat umgesetzt wurde die Idee bis heute nicht.“

Von Patrick Wildermann

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Zitty, 15. Dezember 2014

Interview: Tim Renner will das sexy Berlin erhalten

„Erstens: Wie vermeiden wir, dass aus Berlin wird, was aus den Konkurrenten Paris, London, New York geworden ist, eine Stadt, in der Kultur, vor allem die Freie Szene, nur am Rand stattfindet? Zweitens geht es um Förderstrukturen: Wie bekommen wir es hin, dass sich Projekte aus dem Underground in die Exzellenz entwickeln können? Drittens: Transparenz. Wie machen wir die Kulturinstitutionen fit für die Digitalisierung? Und schließlich: Wie können wir das, was wir als die besonderen Qualitäten Berlins ansehen, nämlich Freiheit und Diversität, im Kulturbetrieb stärken? Das alles werden wir in den kommenden zwei Jahren nicht komplett schaffen, aber wir können die Weichen stellen.“

Interview: Claudia Wahjudi & Thomas Winkler

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Der Tagesspiegel, 25. Oktober 2014

Fragestunde mit Tim Renner. Lotterie mit Staatssekretär

Fragen an den neuen Hoffnungsträger: Wie sich Kulturstaatssekretär Tim Renner beim Branchentreff der freien Szene aus der Affäre zieht

Von Patrick Wildermann

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Der Tagesspiegel, 24. Oktober 2014

Kunstverband

Für die Szene war 2014 ihr bislang schlimmstes Jahr. Vier traditionelle Atelierstandorte wurden von privaten Eigentümern gekündigt, 150 Künstlerinnen und Künstler verloren dadurch ihre Arbeitsgrundlage. Weitere sind bedroht, weshalb sich an acht Standorten nun Gegenbewegungen gebildet haben. Auch unter den noch bestehenden Objekten wechseln gerade zahlreiche den Besitzer. „Jeder hier weiß, dass Verkäufe und neue Eigentümer in Berlin nichts Gutes verheißen“, sagt Florian Schmidt, Atelierbeauftragter vom Berufsverband bildender Künstler.

Von Tilman Strasser

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Berliner Morgenpost, 24. Oktober 2014

Künstlerallianz: Wie Maler und Bildhauer gemeinsam für ihre Ateliers kämpfen

Immer mehr Kunstzentren in Berlin sind gefährdet: Jetzt haben sich 500 Künstler aus acht Standorten in einer berlinweiten Allianz organisiert. Sie wollen das Ateliersterben aufhalten.

Von Sabine Flatau

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art in berlin, 23. Oktober 2014

Berliner Atelierhäuser in Bedrängnis

Dass Berlin von seinen Künstlern profitiert und es einen Imageschaden für die Stadt bedeuten würde, müssten die Künstler an den Stadtrand ziehen, wissen auch die Politiker. Dennoch muss ein Umdenken stattfinden, das nicht nur in eine der üblichen Debatten vom „armen Künstler“ und der „bösen Politik“ mündet, sondern das weiterführende Strukturen zugrunde legt, auf denen langfristige Modelle entwickelt werden. Konkret heißt das zum Beispiel, dass – und hier ist die Politik gefragt – Kultur bereits in den Bebauungsplänen mitgedacht werden müssen.

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B.Z. 23. Oktober 2014

Kreative schlagen Alarm! Verlieren 150 Künstler ihre Ateliers in Berlin?

Mietverträge gekündigt, Standorte verschwinden. Das Ateliersterben in Berlin war noch nie so schlimm wie in diesem Jahr.

Von Juliane Primus

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Berliner Abendblatt, 14. Oktober 2014

Gegen Atelierschließungen

Mieterhöhung, Galgenfrist und eine ungewisse Zukunft – das sind die Plagegeister vieler Künstler in Berlin. Eins nach dem anderen werden große Atelierhäuser geschlossen um sie in Wohnungen oder Büros umzubauen. Um sich dagegen zu wehren, initiierte der BBK (Berufsverband Bildender Künstler) ein Vernetzungstreffen für Betroffene und solche, die den Druck des Auszugs auch schon zu spüren bekommen. Insgesamt kamen etwa 60 Kunstschaffende aus acht Atelierhäusern in die Mengerzeile.

Von Viktoria Graf

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taz, 2. Oktober 2014

Künstler bangen um Arbeitsplatz

GENTRIFIZIERUNG Preiswerte Ateliers sind Mangelware geworden, Künstler fürchten deshalb, an den Stadtrand verdrängt zu werden. Jetzt wollen sie sich dagegen wehren. Nur wie?

Von Andreas Hartmann

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Der Tagesspiegel, 1. Oktober 2014

Probleme? Welche Probleme?

Berlins freie Szene dreht sich in der Endlosschleife. Jammern gehört zum Handwerk: Ein kulturpolitisches Hauptstadt-Plenum im Deutschen Theater.

Von Patrick Wildermann

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Der Tagesspiegel, 12. September 2014

Atelier ade

Berlin sei der wichtigste Ort in der Welt, an dem neue Kunst entsteht, heißt es. Doch der Platz dafür wird immer knapper. Atelierhäuser und Werkstatt-Etagen werden verdrängt, um Wohnraum Platz zu machen.

Von Anna Pataczek

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Kulturradio, 10. September 2014

Mindestlohn in der Kultur

Am 11. Juli beschloss der Bundestag das Mindestlohngesetz. Ganz zuletzt wurden noch Praktika bis zu einer Länge von drei Monaten von der Mindestlohnzahlung ausgenommen. Hier hatte sich besonders der Kulturbetrieb dagegen ausgesprochen, da viele Kulturprojekte nur durch den gering oder sogar unbezahlten Einsatz ermöglicht werden. Doch wie wird sich das Mindestlohngesetz darüber hinaus auf den Kulturbetrieb auswirken? Rechtfertigen Kunst und Kultur überhaupt schlechte Arbeitsbedingungen? Und welche Verantwortung tragen Künstler und Kulturproduzenten selbst an ihren schlechten Arbeitsbedingungen?

Eine Recherche von Tomas Fitzel

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Der Tagesspiegel, 4. September 2014

Die Hosen müssen endlich runter

Vor allem die freie Szene verspricht sich von den beiden Gehör für ihre zuletzt baden gegangenen Forderungen. Stichwort: City Tax. Am Ende dürfen die immer noch hoffen. Mehr aber auch nicht.

Von Patrick Wildermann

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Artnet, 1. September 2014

As Rents Rise, Can Berlin Artists Still Afford a Place to Work?

Over the nearly 25 years since the Berlin Wall came down, the German capital has developed a somewhat mythic position within the art world as the last great hope for a city ostensibly of and for artists. It’s a stereotype that has been true to varying degrees, though consistently overblown. Space is cheap in Berlin, especially in comparison to megalopolises like New York. But economic opportunity is also scarce. And, the rents and the cost of living are rising precipitously.

By Alexander Forbes

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tip Berlin, 19. August 2014

Atelierhäuser in Berlin

Die Verdrängung von Künstlerhäusern aus der Innenstadt gehört inzwischen 
zur Tagesordnung – doch der Umzug nach draußen ist für viele keine Lösung.

Von Constanze Suhr

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BZ, 18. August 2014

Die Rote Liste der bedrohten Berliner Kultur

Christophe Knoch (46) hätte gern 18,8 Millionen Euro. Pro Jahr. Als Sprecher der “Koalition der Freien Szene aller Künste” setzt sich der gelernte Jurist für Berlins rund 40.000 Tänzer, Maler, Bildhauer und Autoren ein. “Berlin steht als Vorbild und fast als idealer Ort für sehr viele Menschen weit über unsere Landesgrenzen hinweg”, sagt Knoch. “Doch das ist alles bereits bedroht.” Knoch fürchtet, Berlins Künstlern könnten die Orte ausgehen, da über den Liegenschaftsfonds seit 2001 öffentliche Gebäude in private Hände verkauft werden. “Es ging nach dem Meistbietendenprinzip. Die Stadt hat sich nicht dafür interessiert, was mit den Gebäuden passiert.”

Von Juliane Primus

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Der Tagesspiegel, 10. August 2014

Die Kunst bringt der Hauptstadt Milliarden

„Nach einer langen Phase der Zuwanderung von Künstlern steht der Beginn der Abwanderung unmittelbar bevor; wachsende Produktions- und Lebenshaltungskosten stehen konstanten bzw. real sinkenden Fördermöglichkeiten entgegen“, heißt es in einer IHK-Analyse. Klar, die kreative Vielfalt – gekennzeichnet durch Freiräume, Internationalität, Zuzug ausländischer Mitarbeiter – ist noch da. Renner: „Erst kommen die Clubs, dann die Galerien und schließlich die Immobilienentwickler.“ Und die vertreiben die Künstler.

Von Alfons Frese

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Der Tagesspiegel, 6. August 2014

Kulturstaatssekretär Tim Renner ist im Amt angekommen

Das fehlt diesem Senat: die Lust und Kompetenz, die Erfolgsgeschichte der Berliner Kultur weiterzuspinnen. Dazu gehört der Komplex der Liegenschaftspolitik, der Quartiere für Künstler, der großen Freiräume, die Berlin noch auszeichnen. Kulturszene und Investoren bewegen sich unaufhaltsam aufeinander zu, und Kulturpolitik sollte das Tempo und die Art und Weise mitbestimmen, in dem das geschieht. Ob es einen fiesen Clash gibt oder einen guten Flash.

Von Rüdiger Schaper

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rbb, 5. August 2014

Schluss mit dem Welpenschutz!

Das sollte er nach der Sommerpause intensivieren, um die Feinheiten der Hochkultur zu begreifen. Denn bisher hat er sich eher für die Freie Szene positioniert. Die Freie Szene aber holt weniger Touristenströme nach Berlin, das obliegt eher den großen Museen, den etablierten Theatern und den drei Opernhäusern.

Von Maria Ossowski

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Spiegel Online, 5. August 2014

Project Space Festival: Berlin bespielt den Leerstand

Gerade in Berlin, der Stadt der Freiheit, der Stadt der Kunst. Nirgendwo sonst in Deutschland entstehen noch immer so stetig neue „Project Spaces“ – Projekträume für oft junge, aufstrebende Künstler. (…) Das Konzept „Projektraum“ werde noch zu wenig verstanden, sagen die Kuratoren. Ziel sei es, die relativ geschlossene Struktur des kommerziellen Kunstmarktes zu öffnen und einen Gegenpol zum bewusst klein gehaltenen „inner circle“ der großen Galerien zu bilden – was zweifelsohne erreicht wird. Einen Diskurs zu initiieren, dem sich viele Galerien aufgrund ihrer hohen Marktstellung meist entziehen, ebenfalls.

Von Vivien Timmler

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Osnabrücker Zeitung, 4. August 2014

Tim Renners Bilanz fällt mager aus

Nach 100 Tagen ist die Bilanz mager. Renner kommt gut an – und weckt weiter Skepsis. Mehr nicht. Dabei ist klar, dass er sich für die Kreativszene einsetzen will. Doch was ist mit den Schwergewichten der Berliner Kulturpolitik? Schlossneubau, Opernsanierung, Landesbibliothek – Renners Agenda ist voll mit lauter Themen, auf deren Terrain er ein Fremder ist. Zudem bleibt unklar, wie er neue Mittel für die Kreativszene besorgen will.

Von Stefan Lüddemann

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Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Juli 2014

Der Selfmade-Möchtegern-Rebell Tim Renner

Was kann er überhaupt groß ausrichten in der Berliner Kulturpolitik? Der Senat amtiert seit mehr als zweieinhalb Jahren, Wowereit breitet sich als eine Art neoliberal eingefärbte Kuscheldecke an oberster Stelle über alles, die Gelder sind verteilt. Einige sagen aber, der Einzug des Musikmanagers Renner in die Kulturpolitik werde dazu beitragen, dass in Berlin bestimmte Themen wieder diskutiert werden, die in den letzten Jahren zu wenig Beachtung fanden. (…) Gemeint sind damit zum einen die Finanzschwierigkeiten der „Freien Szene“, also all jener privatrechtlich organisierten Künstler, Häuser und Projekte, die nicht fest vom Bund oder von der Stadt Berlin versorgt werden, sondern sich in teils aufreibend komplizierten Bewerbungsverfahren immer wieder neu als förderungswürdig erweisen müssen.

Von Hannah Lühmann

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nachtkritik.de, 23. Juli 2914

Institutionen der Freien Szene begrüßen Mindestlohn

Der Bundesverband Freier Theater, Dachverband der Freien Szene in Deutschland, teilt der Presse mit, dass er die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns ab 2015 begrüßt. (…) Auch der Landesverband freie darstellende Kunste Berlin (LAFT) und die Koalition der Freien Szene der Hauptstadt haben Pressemitteilungen herausgegeben, in denen sie die Vorteile eines gesetzlichen Mindestlohns für (freie) Theaterschaffende betonen.

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berlin online, 18. Juli 2014

Mindestlohn auch in der Kunst- und Kulturszene!

Die Koalition der Freien Szene Berlin ist entsetzt über die Vorstellungen des deutschen Bühnenvereins. Der gab bekannt, dass der Bundesrat dem Mindestlohn vorerst nicht zustimmen sollte, weil sich die Kulturszene 8,50 Euro für PraktikantInnen nicht leisten könne. (…) Die Koalition der Freien Szene Berlin stellt unmittelbar vor der Senatsklausur die Frage: Welchen Stellenwert hat die Kultur in Berlin?

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Deutschlandradio Kultur, 13. Juli 2014

8,50 Euro für Theater-Praktikanten. Deutscher Bühnenverein sieht Finanzierungsengpässe

Dauern Praktika länger als drei Monate, müssen sie demnächst mit mindestens 8,50 Euro pro Stunde honoriert werden. Das bereitet der stets klammen Freien Szene Kopfschmerzen, denn hier sind längere Praktika die Regel.

Von Eckhart Roelcke

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der Freitag, 11. Juli 2014

Freie Szene | Kein Geld für die Vierte Welt

Die Förderquote für die Freie Szene der Hauptstadt liegt jährlich insgesamt zwischen fünf bis zehn zu eins. In den beiden Förderkategorien der Vierten Welt wurden dieses Jahr immerhin 33 von 67 Förderanträgen bewilligt, was an den hohen Auflagen für realistische Bewerbungen liegt. An der Aufstockung des Budgets führt trotzdem kein Weg vorbei. Und diese Forderung ist berechtigt, fließen doch bisher nur fünf Prozent des Berliner Kulturhaushaltes in die Unterstützung der Freien Szene. Die Interessenvertretung derselben hat deshalb bereits vor zwei Jahren einen Betrag von 18 Millionen Euro Zusatzmittel errechnet, um die prekäre Arbeitssituation der Freien Szene endlich zu beenden. Geld, das seit Januar 2014 mit der Citytax zur Verfügung stände, aber bisher anderweitig Verwendung findet. Neben der Sicherung von Immobilien müssten darüber hinaus die Förderstrukturen reformiert werden.

Von Andreas Wiebel

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Abendzeitung München, 10. Juli 2014

Kulturkampf mit Berlin

Für Künstler war München bislang ein kaum bezahlbarer Standort, viele hat es fortgezogen. Nun will die Stadt die Abwanderung der Kreativwirtschaft stoppen „Wir wollen mit Berlin in den Wettbewerb um kreative Köpfe treten“, sagt Josef Schmid, dessen Wirtschaftsreferat die Kursänderung steuern soll.

Von Florian Zick

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Stuttgarter Nachrichten, 5. Juli 2014

„Die Theaterlandschaft ist einzigartig“

Armin Petras im Interview: „Man kann nicht künstlich ein Moor anlegen. Das ist unmöglich. Ich habe das erlebt. Ob es Dessau ist, ob es Frankfurt/Oder ist, ob es Nordhausen ist, diese Theater, die zugemacht werden, die wird es nicht wieder geben. Diese kulturelle Einzigartigkeit ist für immer zerstört.“

Von Nicole Golombek

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Deutschlandradio Kultur, 1. Juli 2014

Freie Kulturszene – Die 8,50-Euro-Herausforderung

Die „Koalition der Freien Szene Berlin“ wollte die Kulturtaxe. Stattdessen bekommt sie den Mindestlohn. Doch der sorgt für noch mehr Unmut über die schlechten Verhältnisse der Berliner Kulturförderung. (…) Christophe Knoch von der „Koalition der Freien Szene Berlin“ glaubt nicht, dass durch den Mindestlohn freie Projekte gefährdet sind. Er ist sich sicher, dass die Künstler Schlupflöcher finden werden um weiter zu bestehen. Als grundlegendes Problem sieht er eher die unzureichende Ausstattung der Fördertöpfe generell.

Von Anne Berger

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Deutschlandradio Kultur, 25. Juni 2014

Das Kultur-Prekariat. Die Abgründe hinter dem Kulturbetrieb.

889 Euro brutto für einen freien Regisseur, 90 Euro für einen Konzertabend: Im Kulturbereich kennt die Selbstausbeutung keine Grenzen mehr, es herrschen Überlastung und Perspektivlosigkeit. (…) Nach Ansicht der verantwortlichen Politiker hat das seine Ordnung: Theater und Museen müssten eben spielen und ausstellen, was die Besucher anlockt und damit die Kassen füllt. Schaffen sie das nicht, sind sie überflüssig und werden geschlossen. Kultur gilt ihnen als x-beliebige Ware. (…) Wie so vieles ist das eine Sache des politischen Wollens. Wer aber Milliarden Euro im brandenburgischen Sand verbuddelt, in Stuttgarter Erde und der Elbe versenkt, wer Großunternehmen von Steuern befreit und Großverdiener sich arm rechnen lässt, hat offenbar andere Prioritäten als die Förderung aufklärerischer Kultur.

Von Anette Schneider

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Berliner Zeitung, 22. Juni 2014

Tim Renner bangt um die Kraft der Kultur

Wir waren uns schnell einig darüber, dass die Schlacht um die Kultur in der Stadt über die Orte geschlagen wird. Die größte Gefahr, die sich beim Blick in das Jahr 2030 zeigte, war, dass die Kultur aus der Stadt völlig verschwunden sein könnte. Dass das, was sie eigentlich belebt, Aufschwung und Zuwanderung Berlins bedingt, an die Ränder gedrängt wird. (…) Was sind denn die Bereiche, in denen Berlin wächst? Die Kultur- und Kreativwirtschaft. Und der Tourismus. Und warum kommen die Touristen? Wegen der Kultur! (…) E und U. Wir müssen gucken, dass die Grenzen durchlässiger werden – dass wir Orte, die wir schon haben, für andere Künste, Szenen und Publikumsgruppen öffnen. (…) Freiheit und Diversität als Berlin-USP. Denn was ist das Besondere an Berlin? Dass man hier Dinge machen kann, die in anderen Städten nicht möglich sind, weil sie zu teuer sind, zu reguliert. Darum kommen so viele Leute hierher, darum ist die Stadt so international geworden – und wir müssen dafür sorgen, dass es so bleibt.

Interview: Jens Balzer und Kerstin Krupp

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Berliner Morgenpost, 14. Juni 2014

Interview mit Tim Renner: „Die Zeit des freien Falls ist vorbei“

„Fakt ist, dass die freie Szene wahnsinnig wichtig ist für die Stadt. Das Unerwartete an Berlin wird immer daher kommen.“ (Tim Renner)

Von Christine Richter und Matthias Wulff

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TIP, 21. Mai 2014

Der Freien Theaterszene Berlins drohen massive Einschnitte

Die Jury für freie Gruppen hat bei der Entscheidung, welche Künstler in den kommenden zwei Jahren Basisförderung erhalten sollen, erstaunliche Maßstäbe angelegt. Künstler, die besonders erfolgreich, intelligent und experimentierfreudig arbeiten, wurden zielsicher aussortiert. Einigen der innovativsten und markantesten Projekte des Freien Theaters will die Jury die Basisförderung streichen. (…) „Innovation ist Kern des Freien Theaters. Wenn Freies Theater nur noch produktorientiert arbeitet, ist es einfach nur noch ein Dienstleister, ein Teil der Kulturindustrie. Ich verstehe nicht, dass das stärker gefördert wird als unsere Arbeit.“ Die Entscheidung der Jury ist ein Fehler, der die Freie Theaterszene Berlins massiv beschädigt. Sie muss revidiert werden.

Von Peter Laudenbach

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Berliner Zeitung, 13. Mai 2014

Förderung der freien Szene: Bitteres Aus für überzeugende Projekte

Die Jury für freie Gruppen hat entschieden. Sie ist dabei politisch geworden, ohne es eigentlich zu wollen. Denn es sind einige Gruppen aus der Förderung geflogen, nicht, weil sie keine künstlerisch gute, sondern, weil sie zu gute Arbeit gemacht haben. (…) Unter dem vormaligen Kulturstaatssekretär André Schmitz, der sich durchaus für die freie Szene engagiert hat, hätte man in dieser Lage auf eine Intervention, eine Rettung zumindest einer der Musikgruppen spekulieren dürfen. Aber wie es sich mit seinem Nachfolger Tim Renner verhält, kann im Augenblick niemand abschätzen. Unklar ist, ob Tim Renner überhaupt weiß, um welche Perlen es sich hier handelt.

Von Michaela Schlagenwerth

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WAZ, 1. Mai 2014

Große Koalition der Freien Szene

Und so weckte eine Initiative aus Berlin das Interesse. „Dort hat sich vor zwei Jahren eine Koalition der Freien Szene gegründet“, erklärt KMI-Initiator Peter Christofolini. Dort werden regelmäßig kulturpolitische Forderungen diskutiert und formuliert, Konzepte entwickelt und Kampagnen organisiert. „Wir haben Kontakt zu den Berlinern und einer vergleichbaren Initiative in Hamburg aufgenommen“, erläutert Johannes Brackmann, Leiter des Steeler Kulturzentrums Grend.

Von Gordon K. Strahl

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Tagesspiegel, 28. April 2014

Tim Renner ist in der Politik angekommen

Im Theater würde man sagen, Tim Renner ist eine beabsichtigte Anti-Besetzung. Von ihm wird erwartet, dass er sich um kreative Potenziale jenseits der Institutionen kümmert, um die Freie Szene. (…) Berlins Kultur braucht Strategien für die Zeit nach dem Konsolidierungskünstler Wowereit. Renners Aufgabengebiet ist also riesengroß. Es umfasst nicht nur eine Gegenwart, in der er lernen muss, sondern auch die Zukunft, in der wir alle Lehrlinge sind.

Von Rüdiger Schaper

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Berliner Zeitung, 28. April 2014

Mit Tasche, ohne Mittag 

Vor allem die Künstler der freien Szene versprechen sich viel, vor allem mehr Geld von dem neuen Staatssekretär, der die Trennung zwischen Hoch- und Unterhaltungskultur für hinfällig hält. (…) Das weckt Hoffnungen in einer Stadt, in der ein Drittel des fast 400 Millionen Euro umfassenden Kulturetats in die Opernstiftung fließt, während die – geschätzt – 10.000 Künstler der freien Szene zehn Millionen Euro unter sich aufteilen. So hat sich die Koalition der Freien Szene, ein Zusammenschluss freischaffender Künstler, Musiker, Tänzer, Schauspieler oder Literaten, vor einigen Wochen im Club „West Germany“ am Kottbusser Tor getroffen, um über ihr künftiges Vorgehen zu beraten. Eine zentrale Forderung, die die Koalition zeitnah dem neuen Kulturstaatssekretär vortragen möchte, wird die Schaffung eines spartenübergreifenden Förderfonds sein, „der freie Kulturfonds Berlin“, der neben dem etablierten Hauptstadtkulturfonds vor allem die Arbeit ungebundener Künstler unterstützen soll.

Von Kerstin Krupp

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neues deutschland, 28. Februar 2014

«Ein bisschen unkonventionell»

Die Koalition der freien Szene scheint guter Hoffnung: »Mit Tim Renner bekommen wir jemanden, der weiß, wie man eine Band zusammenstellt oder ein Tanzprojekt startet«, sagt Sprecher Christophe Knoch.

Von Sarah Liebigt

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Deutschlandfunk, 27. Februar 2014

Musikproduzent wird neuer Berliner Kulturstaatssekretär

Fest steht, die freie Szene jubelt über den neuen Mann an ihrer Seite. Nach Renners Auftritt ist Christoph Knoch, Sprecher der Koalition der freien Szene optimistisch: „Also er hat heute schon dafür gesprochen und wir müssen jetzt schauen, ob das nur Worte bleiben oder ob dem auch wirklich konkrete Taten folgen. Das muss man sehen und da muss man ihm auch die Chance geben.“

Von Verena Kemna

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taz, 27. Februar 2014

Habemus Kulturstaatssekretär

Und die freie Szene? Unter Schmitz fühlte sie sich vernachlässigt. Im Dezember hatte sie sich auf Einnahmen aus der City Tax gefreut – die dann in den Landeshaushalt flossen. Entsprechend enthusiastisch reagierte man auf Renner, der selbst aus der freien Szene kommt. „Er weiß, wie Projekt- und Start-up-Arbeit funktioniert“, so der Sprecher der Koalition Freie Szene, Christophe Knoch.

Von Anna Klöpper

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Süddeutsche, 27. Februar 2014

Tim Renner wird neuer Berliner Kulturstaatssekretär

„Mit Tim Renner bekommen wir jemanden, der weiß, wie man eine Band zusammenstellt oder ein Tanzprojekt startet“, sagt Christophe Knoch, Sprecher der Koalition der freien Szene. Als SPD-Mitglied habe er außerdem gute Kontakte in die Berliner Regierungspartei. Allerdings stehe Renner wie sein Vorgänger Schmitz vor den gleichen Zwängen – dass nämlich der Löwenanteil des Berliner Kulturhaushalts von rund 370 Millionen Euro in Gehälter und Tarifsteigerungen fließt.

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rbb, 27.Februar 2014

Positive Reaktionen auf Schmitz-Nachfolger 

In der Kunstszene selbst stieß die Wahl Renners auf ein positives Echo. Christophe Knoch von der Koalition der Freien Szene begrüßte die Personalentscheidung. Renner wisse als Musikproduzent, wie Künstler arbeiten und was es bedeute, in Projekten zu arbeiten, sagte Knoch dem rbb.

Von Gabriele von Moltke

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Deutschlandradio Kultur, 27. Februar 2014

Vorsichtiges Lob für Tim Renner 

Mit dem Musikmanager Tim Renner wird ein Vertreter der Popkultur Kulturstaatssekretär in Berlin. Der Sprecher der Freien Szene, Christoph Knoch, freut sich über die Wahl: „Renner weiß, wie projektbezogen gearbeitet wird.“

Peter Raue und Christoph Knoch über die Entscheidung, Moderation: Frank Meyer

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Le Journal International, 13. Dezember 2013

Scène indépendante de Berlin: L’esprit contre le capital

La scène indépendante berlinoise est menacée par l’augmentation des loyers et l’insuffisance de subventions. Des artistes se sont regroupés en une « Koalition der freien Szene » pour se faire entendre.

Von Larène Perrussel-Morin

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Tagesspiegel, 12. Dezember 2013

Die gefeierte Fußnote

Das Lavieren der Politik zeigt, dass der Tanz in Deutschland immer noch keine gewichtige Stimme hat. Und dass in Berlin wieder einmal versucht wurde, Opernleute und Tänzer gegeneinander auszuspielen, mutet wie ein Rückfall in alte Zeiten an. Das schwant wohl auch dem Kultursenator. Bei der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses hat Klaus Wowereit das Wort ergriffen. „Ein Haushalt ist kein Wunschkonzert“, sagt er einleitend. Und führte dann weiter aus: „Natürlich hat die freie Szene Ansprüche. Was wir nicht zulassen werden, ist ein Gegeneinander von freier Szene und Häusern.“ Es gehe darum, eine gemeinsame Kultur zu entwickeln.

Von Sandra Luzina

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deutschlandfunk, 12. Dezember 2013

Streit um Geld für die freie Szene

Die freien Künstler in Berlin hatten sich auf Geld aus einer neuen Berliner Bettensteuer gefreut. Jetzt haben die Haushaltspolitiker beschlossen: Die ersten Einnahmen fließen, statt in die Kunst, direkt in den Landeshaushalt. Die Enttäuschung in der Szene ist groß.

Von Susanne Arlt

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Berliner Morgenpost, 11. Dezember 2013

Freie Künstlerszene geht bei der City Tax leer aus

Die Freie Szene in Berlin hat eine herbe Niederlage erlitten. Von einer City Tax wird sie kaum profitieren. Daran ist sie jedoch nicht ganz unschuldig.

Von Matthias Wulff

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rbb, 11. Dezember 2013

„Ich brauche die Tänzer zu 100 Prozent“

Es war ein turbulentes Jahr für die freie Berliner Tanzszene: Es gab weltweit gefeierte Premieren, wie die umjubelte Inszenierung „Sacre du printemps“ der Choreographin Sasha Waltz. Gleichzeitig wurde viel um die Zukunftssicherung gekämpft: Nicht nur die Kompanie von Sasha Waltz sieht sich in ihrer Existenz bedroht.

Von Vanessa Loewel

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taz, 10. Dezember 2013

Künstler kämpfen um mehr Geld

Für die Künstler und Künstlerinnen der Freien Szene fällt Weihnachten in diesem Jahr voraussichtlich aus. An diesem Donnerstag entscheidet das Abgeordnetenhaus darüber, wie die Gelder aus der City Tax verwendet werden. Folgen die Parlamentarier der Vorlage des Hauptausschusses, dann werden die erwarteten 25 Millionen Euro aus der Übernachtungssteuer ab 2014 nicht anteilig an Kultur, Tourismus und Sport weitergegeben, sondern nur „überschießende Erträge“ dieser Summe.

Von Rolf Lautenschläger

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rbb, 9. Dezember 2013

Freie Szene will Fünf-Millionen-Fonds

Um die Finanzierung der Freien Szene in Berlin wird zäh gerungen. Einen Fünf-Millionen-Fonds hat eine Initiative vor den anstehenden Haushaltsbeschlüssen beansprucht. Allerdings ist fraglich, wieviel die klamme Hauptstadt locker macht. Offen ist unter anderem die Zukunft der Tanzcompagnie von Sasha Waltz.

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Tagesspiegel, 9. Dezember 2013

Geht doch bei Onkel Hotte den Rasen mähen!

Die Bombe platzte am 20. November, am Tag der Etatberatungen im Hauptausschuss. Zur Überraschung nicht weniger Politiker – und zum Entsetzen der freischaffenden Künstler. Die ersten 25 Millionen Euro Einnahmen aus der geplanten City Tax sollen direkt in den Haushalt fließen. Von wegen 50 Prozent für die Kultur! Von wegen gerechter Anteil für die Freie Szene! Hat Finanzsenator Ulrich Nußbaum die Lunte gelegt? Wer weiß. Schöne Pleite.

Von Patrick Wildermann

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tip, 5. Dezember 2013

Die Gentrifizierung bedroht die Freie Kunstszene 

Es läge in der Logik der Entwickung, wenn ambitionierte Gruppen der Freien Szene gemeinsam eine der großen Bühne bespielen würden. Bettina Masuch, in diesem Jahr die Kuratorin des Festivals Tanz im August, hat schon öffentlich gefordert, aus der Volksbühne nach dem Ende der Intendanz von Frank Castorf ein Tanzhaus zu machen. Und Stefanie Wenner, unter Matthias Lilienthal Kuratorin am HAU, hat als große Bühne für die Freie Theater- und Performance-Szene vor Kurzem im Interview mit „Theater heute“ schon mal die Schaubühne oder das Berliner Ensemble ins Gespräch gebracht. Das Spiel bleibt spannend.

Von Peter Laudenbach

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nachtkritik, 25./27. November 2013

Löcher stopfen, Weltruf egal

Die Berliner City Tax wird nun doch nicht wie geplant zu großen Teilen für kulturelle Zwecke ausgegeben. Das meldet die Koalition der Freien Szene nach der Sitzung des Hauptausschusses des Berliner Senats. Die neu eingeführte City-Tax, eine Übernachtungssteuer von fünf Prozent auf die Netto-Hotelrechnungen von Berlin-Besuchern, generiert jährlich ca. 25 Mio. Euro an Steuereinnahmen. Davon sollte nach ursprünglichen Verlautbarungen etwa des Kulturstaatssekretärs André Schmitz ca. die Hälfte, also 12,5 Mio. Euro, in die Förderung von Kultur (hier nicht zuletzt der Freien Szene), in Tourismus und Sport fließen. Man wollte „neue Initiativen anstoßen und den Kulturstandort sichern, nicht etwa Haushaltslöcher stopfen“.

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neues deutschland, 25. November 2013

»Skandal« und »Wortbruch«

Mit Enttäuschung hat die Koalition der Freien Szene auf die Ergebnisse der Haushaltsberatungen reagiert. Entgegen der im Sommer gegenüber den Künstlern gemachten Versprechungen würden die Einnahmen aus der Bettensteuer (City Tax) jetzt doch zum Stopfen von Haushaltslöchern genutzt, wird in einer Stellungnahme des Sprecherkreises der Koalition vom Wochenende kritisiert.

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Berliner Morgenpost, 23. November 2013 (zahlungspflichtig)

Aus der Traum: Freie Szene geht bei der City Tax leer aus

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Tagesspiegel, 22. November 2013

Freie Szene: City Tax ist eine Lüge

Am Mittwoch fasste der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses eine Reihe von Beschlüssen zum künftigen Kulturhaushalt: Zuvor in Aussicht gestellte Mittelerhöhungen für die freie Szene wird es so nun doch nicht geben. Die machte am Donnerstag ihrem Unmut Luft.

Von Patrick Wildermann

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Berliner Zeitung, 21. November 2013

Rüder Raub der Bettensteuer

25 Millionen Euro soll die Bettensteuer 2014 bringen, die Hälfte davon war der Berliner Kultur, dem Sport und Tourismus versprochen. Plötzlich raubt die Koalition den Künstlern und Sportlern das versprochene, noch nicht eingenommene Geld und behauptet, nur der Überschuss habe zur Verteilung angestanden. Irre.

Von Birgit Walter

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Berliner Morgenpost, 20. November 2013

Opernstiftung soll Waltz-Compagnie mitbezahlen

Die aktuellen Verabredungen der Koalitionsspitzen kann man gleichsam als Erfolg und als Niederlage werten. Zunächst einmal soll es 1,2 Millionen Euro zusätzlich für die Berliner Kultur geben. Das ist natürlich eine gute Nachricht für den Kulturbetrieb. Allerdings muss der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses dem am heutigen Mittwoch in seiner Beratung über den Landeshaushalt 2014/15 noch zustimmen. Gewinner wären unter anderem die Neuköllner Oper, Nico and the Navigators und die Sophiensäle. Zu den Verlierern gehört dann – schon überraschend – die Tanzcompagnie der Berliner Starchoreografin Sasha Waltz.

Von Volker Blech und Stefan Kirschner

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rbb, 20. November 2013

Wie viel Geld gibt Berlin der Kultur?

In der freien Kulturszene ist ein Stundenlohn von umgerechnet drei bis vier Euro keine Seltenheit. So wie es aussieht, wird sich daran auch in den kommenden beiden Jahren nichts Grundlegendes ändern. Denn der fürs Geld zuständige Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses will der Freien Szene deutlich weniger Geld geben, als die Kulturpolitiker des Parlaments.

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Berliner Morgenpost, 18. November 2013

400 Millionen Euro für Berlin

Die Koalition hat über die Investitionen hinaus beschlossen, dass ein Drittel der jährlichen Einnahmen von 25 Millionen Euro aus der City-Tax, die ab Januar in Kraft treten soll, in die freie Kulturszene fließen sollen. Für die bezirkliche Kulturarbeit sollen zusätzlich 350 000 Euro verwendet werden.

Von Sabine Beikler und Ralf Schönball

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Berliner Morgenpost, 11. November 2013

Schlechte Aussichten für Sasha Waltz und Berlins freie Szene

Eigentlich sollte der Berliner Kulturetat um zusätzliche 3,7 Millionen Euro aufgestockt werden. Doch es herrscht Ernüchterung, denn mehr Geld wird es wohl nicht geben.

Von Stefan Kirschner

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taz, 8. November 2013

Staatsziel Kultur

Aber wer weiß schon, wer sich kulturpolitisch in den nächsten Jahren durchsetzt? Einige Fragen ergeben sich nun auch erst. In Berlin beispielsweise klagt die sogenannte freie Szene aus kleinen Theatergruppen und Kunstorganisationen derzeit über zu wenig staatliche Förderungen. Soll sie jetzt bis vors Verfassungsgericht gehen, um das Geld einzuklagen.

Von Dirk Knipphals

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Berliner Gazette, 4. November 2013

Freie Szene Berlin: Eine Gemeinschaft ohne Wir

Viele Veranstaltungen, Diskussionen, Zeitungsberichte, Treffen mit PolitikerInnen und auf einmal spricht es sich herum: In Berlin gibt es eine Freie Szene. Und die braucht Geld. So geht die Kurzversion. Doch wie kann man freie Kunst schaffen, wenn man im “Antragswesen” feststeckt? Und nur noch schreibt, was die Förderjury gerne hören will? Die Berliner Gazette-Autorin Tanja Krone hat gemeinsam mit der Künstlerin Sandra Man einen Weckruf verfasst.

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Wiadomości Gazeta, 3. November 2013

Berlińscy artyści sfrustrowani: „Jeżeli nic się nie zmieni, wyniesiemy się do Warszawy“

Kreatywni, niezależni twórcy z Berlina mają dość ignorancji władz miasta. W przeżywającej trudności finansowe stolicy Niemiec jest im coraz trudniej, bo miasto większość pieniędzy przeznacza na finansowanie instytucje, nie dla niezależnych twórców. Myślą więc o innym alternatywnym miejscu pracy, np. o Warszawie.

Artykuł pochodzi z serwisu „Deutsche Welle“ 

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Politik & Kultur 6/13 (Seite 6)

Berliner Widerstand

Wir haben es satt, für die Stadt umsonst zu arbeiten, gratis als Werbeträger für die Broschüren der Immobilienmakler mit dem Standort der Berliner Kunstszene zu fungieren und weisen die Haltung, Kunst auf einer rein privatwirtschaftlichen, ökonomischen oder produktorientierten Ebene zu sehen, zurück.

Von Heidi Sill

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Art Kunstmagazin, 30. September 2013

Berlin: Künstler demonstrieren für Förderung

Freie Künstler haben am Samstag in Berlin für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Sie fordern mehr Geld für die freie Kunstszene in der Hauptstadt. Nach Angaben des Veranstalters, der sogenannten Koalition der Freien Szene, demonstrierten etwa 1000 Menschen.

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Focus, 28. September 2013

Freie Künstler demonstrieren für bessere Förderung 

Freie Künstler haben am Samstag in Berlin für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Sie fordern mehr Geld für die freie Kunstszene in der Hauptstadt. Nach Angaben des Veranstalters, der sogenannten Koalition der Freien Szene, demonstrierten etwa 1000 Menschen.

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Berliner Zeitung, 28. September 2013

Freie Künstler demonstrieren für bessere Förderung

Freie Künstler haben am Samstag in Berlin für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Sie fordern mehr Geld für die freie Kunstszene in der Hauptstadt. Nach Angaben des Veranstalters, der sogenannten Koalition der Freien Szene, demonstrierten etwa 1000 Menschen.

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radioeins, 24. September 2013

Schwarz Schwarz Schwarz

Wenn Sie in diesen Tagen mal auf die Internetseite vom Heimathafen Neukölln gehen oder von den Berliner Kunstwerken, von den Sophiensälen, dem Haus der Berliner Festspiele und vielen anderen Kultureinrichtungen, dann sehen Sie überall Schwarz. Also einen schwarzen Bildschirm, auf dem in knallroter Schrift steht: „Wir fordern die sofortige Stärkung der Freien Szene Berlins!“
Von Nancy Fischer

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17. September 2013

3,7 Mio. Euro mehr für die freie Szene – Erfolg oder nur Makulatur?

Die freie Szene Berlins ist ein international viel beachtetes kulturelles Aushängeschild der Stadt. Es sind die Künstler, die unabhängig von den etablierten Institutionen arbeiten, darunter so renommierte Gruppen wie Niko and the Navigators oder Sasha Waltz. So viel diese Künstler zum Image Berlins beitragen, so wenig werden sie von der Stadt gefördert. Insgesamt beträgt der Kulturhaushalt 396 Millionen Euro, nur 10 Millionen davon sind für die freie Szene vorgesehen. Als vor drei Wochen bekannt wurde, dass im Berliner Doppelhaushalt 2014/2015 darüber hinaus kein zusätzliches Geld vorgesehen ist, hat die freie Szene heftig protestiert. Gestern nun hieß es im Kulturausschuss, die freie Szene solle 3,7 Millionen Euro zusätzlich erhalten. Woher das Geld kommen soll, ist aber noch unklar.
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Deutschlandradio Kultur, 16. September 2013, 23h24

Freie Kultur in Berlin – Szene kämpft für bessere Förderung

Zur Kulturausschusssitzung vom 16. September 2013
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Berliner Zeitung, 16. September 2013

Vielleicht mehr Geld für die freie Szene

Der Kulturausschuss am Montag im Berliner Abgeordnetenhaus hatte so einige Überraschungen parat. Erst schien es, als würde die freie Szene im Kulturhaushalt leer ausgehen. Dann wendete sich jedoch das Blatt.
Von Birgit Walter

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Morgenpost, 16. September 2013

SPD und CDU versprechen der freien Kunstszene mehr Geld

Die Tanzcompanie von Sasha Waltz und die Off-Theater sollen mehr Geld erhalten. Doch das gibt es nur, wenn der Berliner Kulturetat aufgestockt wird. Und diese Entscheidung delegierten die Kulturpolitiker.
Von Stefan Kirschner

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Berliner Zeitung, 16. September 2013

Ruhm zum Dumpingpreis

Die Berliner freie Kulturszene geht auf die Barrikaden. Obwohl sie entscheidend zum Ruhm Berlins in aller Welt beiträgt, kümmert sich der Berliner Senat finanziell fast nur um die großen Institutionen.
Von Michaela Schlagenwerth

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Tagesspiegel, 11. September 2013

Fluch der Gießkanne

Berlins Freie Szene braucht neue Fördermodelle und klare kulturpolitische Bekenntnisse. Das ist nicht schwierig – und auch nicht teuer.
Von Patrick Wildermann

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ND, 04. September 2013

Und weiter fehlt das Geld

Intendantenanhörung im Kulturausschuss

Feuerwehrautos löschen nicht nur Brände. Dieses eine rote Gefährt, das während der Sitzung des Kulturausschusses vor dem Abgeordnetenhaus stand, sorgte auch für Feuer. Es wird derzeit von der Kampagne der »Koalition der freien Szene«, einem Zusammenschluss frei arbeitender Künstler aller Genres, benutzt, um für eine höhere und im Vergleich mit den großen Kulturinstitutionen ausgewogenere Förderung zu kämpfen.
Von Tom Mustroph

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SZ, 28. August 2013

Wer arm ist, wird ärmer werden

Berlins freie Kulturszene sucht die Konfrontation mit dem Nebenbei-Kultursenator Wowereit
Von Peter Laudenbach
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tip, 28. August 2013

Die Freie Szene Berlins will endlich bessere Finanzierung

Berlins Freie Szene fürchtet um ihre Zukunft – und sie ist wütend auf Klaus Wowereits schnoddrige Kulturpolitik. Jetzt gehen die Off-Künstler auf die Barrikaden
Von Peter Laudenbach
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orf, 26. August 2013

Theater gegen Ausbeutung von Künstlern

Als erstes Theater Österreichs hat sich nun das Schauspielhaus Salzburg den „Goldenen Regeln künstlerischen Schaffens“ der Bewegung „art but fair“ verpflichtet. Diese fordert ein Ende der Probe-Bruchbuden, Hungerlöhne und der Ausbeutung junger Künstler.
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tagesspiegel, 26. August 2013

Staat machen mit der Lotto-Stiftung

Die Lottostiftung ist politisch besetzt und verteilt viel Geld in der Stadt. Doch wie nah stehen die Stiftungsratmitglieder den Projekten? Der einst mächtige Berliner CDU-Politiker Klaus Landowsky gibt unumwunden zu: Was er wollte, setzte er auch durch.
Von Ralf Schönball
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tagesspiegel, 26. August 2013

Wege zum Boom

Berliner Wachstumsschmerzen: Die Freie Szene und der Senat liegen im Streit. Beide Seiten müssen dazulernen.
Von Rüdiger Schaper
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rbb inforadio, 23. August 2013

„Freie Szene ist uns wichtig“

Gerade wegen seiner reichhaltigen Kulturangebote lockt Berlin Jahr für Jahr mehr Touristen an die Spree. Das weiß auch der Senat und investiert weiter in die großen Häuser der Hauptstadt. Die Freie Szene fühlt sich dabei allerdings ignoriert. Zu unrecht, betont Kulturstaatssekretär Schmitz.

Was ist hier eigentlich los?

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Tagesspiegel, 23. August 2013

Wutkünstler

Berlins Freie Szene demonstriert für eine neue Kulturpolitik.
Von Patrick Wildermann
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Berliner Zeitung 21. August 2013

Haushalten mit der freien Szene

27 Millionen mehr werden für den Kulturhaushalt Berlins in den nächsten beiden Jahren locker gemacht. Das Geld geht fast vollständig für die Tarifaufwüchse bei den festangestellten Künstlern der Opern und Theater drauf. Für die freie Szene mit ihren prekären Arbeitsverhältnissen bleibt es insgesamt bei 10 Millionen.
Von Michaela Schlagenwerth

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Berliner Zeitung, 19. August 2013

Kulturhaushalt: Eklat im Abgeordnetenhaus

Die Sitzung begann mit einem Eklat, nachdem die Regierungsmehrheit von SPD und CDU eine Debatte über den Haushalt auf die kommende Sitzung verschob.
dpa

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Tagesspiegel, 20. August 2013

Auch über Kunst reden

Berlins Kulturhaushalt wächst. Das bedeutet vor allem für die großen und mittleren Einrichtungen eine bessere finanzielle Ausstattung. Aber Geld allein macht nicht glücklich und produktiv.
Von Rüdiger Schaper

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19. August 2013

Dabei fing alles so harmonisch an…

Interview bei rbb aktuell zur Kulturausschusssitzung vom 19.08.2013
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BZ, 19. August 2013

Der Senat verteilt 773 Millionen für die Kultur

Keine weitere Aufstockung der Mittel für die Freie Szene in 2014 / 2015, denn: „So katastrophal können die Arbeitsbedingungen für junge Künstler in Berlin nicht sein, sie würden sonst wohl nicht in die Stadt kommen.“
Soweit die kenntnisreichen Äußerungen des Kulturstaatssekretärs Berlins.
Von Micheal Zöllner

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taz, 03.08.2013

Kunst kommt auch von Knete

DEBATTE Dass Berlin weltweit so einen guten Ruf als Kreativmetropole genießt, liegt wohl doch mit an den Kreativen. Grund genug, die auch entsprechend zu fördern, wie Vertreter der Freien Szene fordern
Von Andreas Hartmann
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Deutschlandradio 24.07.2013

Arm aber sexy nannte Berlins Oberbrügermeister seine Stadt bereits vor Jahren…

Interview zum Entwurf des Senats für den Doppelhaushalt 2014/2015
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Flux FM, 17.07.2013

Interview

Flux FM am 17.07.2013 zum Entwurf des Senats für den Doppelhaushalt 2014/2015
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Morgenpost, 09.07.2013

Berliner Künstler wollen mehr Geld vom Staat

Die Freie Szene ist unzufrieden mit dem Senat und fühlt sich von der Politik fallen gelassen. Ihr Sprecher Christophe Knoch erklärt, warum öffentliche Gelder für ihn so wichtig sind.
Von Elena Philipp
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rbb, 02.07.2013

Kulturradio am Morgen

Interview zum Entwurf des Senats für den Doppelhaushalt 2014/2015

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Berliner Zeitung, 18.06.2013

Und dann mehr Geld für Kultur

Die SPD hat ihren Mann für Kultur im Wahlkampf schon vorgestellt, die Grünen schicken jetzt Jürgen Trittin: Beide wollen Bundeskulturpolitik besser machen als der alte CDU-Mann. Bloß wie, sagen sie nicht.
Von Birgit Walter
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Berliner Zeitung, 05.06.2013

Was war noch mal die große Frage?

Braucht Berlin einen Kulturentwicklungsplan? Diese Frage hat der Kulturausschuss am Montag im Abgeordnetenhaus so lange hin und her geschoben, bis sie nicht mehr da war. So etwas können diese Abgeordneten.
Von Birgit Walter
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Nachtkritik, 29.06.2013

„Es droht Abwanderung“

Nachdem in der vergangenen Woche der Haushalt für Berlin verabschiedet ist, meldet die Freie Szene Protest an. Denn die Ausgaben werden nur unwesentlich erhöht, und was von der neu eingeführten Bettensteuer, für die sich u.a. die „Koalition der Freien Szene“ vehement eingesetzt hatte, der Kultur zugute kommen könnte, ist unklar – fest steht, dass die Kultur im Haushaltsplan nicht als Verwendungszweck der „City Tax“ festgeschrieben ist.
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Berliner Zeitung, 26.06.2013

Künstler hoffen auf Bettensteuer

Die Erhöhung des Berliner Kulturhaushalts kommt den fest angestellten Künstlern zugute. Die große Freie Szene hofft auf die Einnahmen aus der City Tax. Doch die ist in der Berliner Haushaltsplanung eine große Unbekannte.
Von Birgit Walter
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Tagesspiegel, 11.06.2013

Zukunft zu verkaufen

Die Kluft zwischen Künstlern und Politikern in der Stadt wird immer größer. Steigende Mieten und schwindende Räume setzen den Freien zu: ein Rundgang durch die Szene.
Von Patrick Wildermann
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Tagesspiegel, 25.04.2013

Wie sie sich betten

Touristen sollen künftig fünf Prozent Steuern auf die Übernachtungspreise zahlen. Köln und Hamburg haben die Bettensteuer schon. Ärger gibt es überall. München und Stuttgart haben die Pläne aufgegeben.
Von Sigrid Kneist und Ulrich Zawatka-Gerlach
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Berliner Zeitung, 24.04.2013

Das neue Geld wird keine alten Löcher stopfen

Die Künstler der freien Szene wollen einhundert Prozent der City Tax für ihre Arbeit haben. In einem Interview mit der Berliner Zeitung äußert sich Kulturstaatssekretär André Schmitz zu dieser Forderung.
Interview mit André Schmitz durch Birgit Walter
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Morgenpost, 01.04.2013

Berliner Kulturszene fordert ihren Anteil an der City Tax

Noch gibt es die Abgabe für Berlin-Touristen, die Bettensteuer, nicht. Doch über die Verteilung der Einnahmen wird bereits gestritten. Die Freie Szene fordert die Hälfte des Geldes für die Kunst. Vom Nischenphänomen zum Standortfaktor.
Von Elena Philipp
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Nachtkritik, 21.02.2013

Schaut auf diese Steuer

Frisches Geld für die notorisch unterfinanzierte Freie Szene? In einem Haushaltsnotlageland wie Berlin? Klingt unwahrscheinlich, könnte aber Wirklichkeit werden.
Von Elena Philipp
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Deutschlandradio, 29.01.2013

Es sind mehr gekommen als gedacht

Zur Gründung der Koalition der Freien in Hamburg.
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Soundcloud, 25.011.2013

 “Was für eine Stadt?” Gentrification, City Tax und Kultur Politik #1

Podiumsdiskussion von reboot.fm & südblock
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Hamburger Abendblatt, 23.01.2013

Berlin diskutiert über die Hamburger Kulturtaxe

Bei einem Podiumsgespräch mit Barbara Kisseler und Amelie Deuflhard stand Berlins Kulturstaatssekretär Schmitz zeitweise der Mund offen.
Von BaM
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Berliner Zeitung, 23.01.2013

Von wegen 95 Prozent

In Berlin ist die Diskussion um die Bettensteuer wieder richtig ins Rollen gekommen. Mit der sogenannten City-Tax soll unter anderem die Kulturszene in der Hauptstadt gefördert werden. Allerdings sind noch viele Fragen offen.
Von Birgit Walter
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Neues Deutschland, 23.01.2013

Von der Mauerstadt zum Markenkern

Ab 2014 soll es in Berlin die »City Tax« geben, eine Steuer für Touristen. Die freie Kulturszene will davon profitieren
Von Thomas Blum
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Tagespiegel, 23.01.2013

Der Bär ist ein scheues Reh

Wem gehört die geplante City Tax? Die freie Szene von Berlin diskutiert im Berliner Radialsystem über die Bettensteuer zugunsten der Kultur und kommt zu dem Ergebnis – uns.
Von Patrick Wildermann

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TIP, Jan. 2013

Die Freie Szene in Berlin ist ein ­Wirtschaftsfaktor  

Berlin wird in diesem Jahr die City Tax einführen, eine ­Sondersteuer auf Hotelübernachtungen, geschätzte ­Einnahmen: 40 Millionen Euro im Jahr. Die Koalition der Freien Szene, ein Zusammenschluss der Berliner Off-­Kultur-Macher, fordert, daraus gezielt die schlecht finanzierten Einrichtungen jenseits der Hochkultur zu unterstützen.
Von Peter Laudenbach

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FAZ, 01.10.2012

Bühne frei für den Verteilungskampf

Deutschland gibt viel Geld für Schauspiel, Oper und Tanz aus. Das Gros der Subvention fließt an öffentliche Häuser. An den freien Theatern ist Selbstausbeutung die Regel.
Von Sebastian Balzter
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Berliner Zeitung, 03.12.2012

Das reine Vergnügen

Der Blick nach vorn fällt düster aus bei der Oper. Die Opernsanierung liegt schon deshalb nicht im Kostenplan, weil der Umzug sich verzögert und die Rücklagen der Staatsoper für den Spielbetrieb schmelzen. Ab 2014 fehlen jährlich ihr vier Millionen.
Von Birgit Walter
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art, 20.11.2012

GRUPPENTHERAPIE FÜR DIE KUNSTSZENE

Mieten werden teurer, Freiräume schwinden – wie sexy ist sie noch, die Kunststadt Berlin? Der Senat berief eine Konferenz mit Vertretern der Szene ein, knapp hundert Teilnehmer waren dabei.
Von Ralf Schlüter
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taz, 19.11.2012

Das Parlament der Kunst

PHANTOMDISKUSSION Mit einem ungewöhnlichen Dialog wollte die Berliner Kulturpolitik die Hauptstadtszene beruhigen. Tatsächlich gilt ihre Sorge der Kunst nur als Standortmarke
Von Ingo Arend
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Zeit, 16.11.2012

Eine City Tax zum Wohle der Kunst?

Drei Viertel der Touristen kommen wegen der Kultur nach Berlin. Von der geplanten City Tax erhofft sich die freie Szene in der Hauptstadt einen Geldsegen. Zu Recht?
Von Patrick Wildermann

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Tagesspiegel, 16.11.2012

Das 40-Millionen-Spiel

Früher stand sie für Off-Bühnen im zweiten Hinterhof, heute für trendige Tempel etwa an der Spree: Die freie Szene will ab 2013 prächtig von der neuen City Tax profitieren. Nur: Freie Szene – was heißt das heute? Blick in ein sich wandelndes Berliner Biotop.
Von Patrick Wildermann
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Sueddeutsche, 15.11.2012

Boheme als Standortvorteil

Berlin will seine freie Kreativszene mit einer „City Tax“ bezuschussen. Ab 2013 sollen Touristen eine Steuer für private Hotelübernachtungen zahlen. Doch die Gefahr, dass mit dem Geld irgendwann einfach woanders Löcher gestopft werden, ist groß.
Von Felix Stephan
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Berliner Zeitung, 14.11.2012

Berlin will die Steuer aufs Hotelbett

Berlins Wirtschaft steht und fällt mit Kunst, Kultur und dem Fremdenverkehr. Und in der Tat: Die Kulturszene der Stadt ist eine echte Marke und zieht die meisten Touristen an. Davon soll die freie Szene künftig mit einer City Tax auf Übernachtungen profitieren.
Maja Beckers
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taz, 15.11.2012

Berlinbesucher, kommt zuhauf!

KULTURFÖRDERUNG Die City Tax und die Freie Szene – eine Diskussion im Deutschen Theater
Von KATRIN BETTINA MÜLLER
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Berliner Zeitung, 15.11.2012

Bettensteuer kommt mit schläfrigem Tempo

Der Zuschlag auf den Zimmerpreis wird frühestens im Sommer erhoben und bringt weniger als gehofft, weil nicht jeder zahlen muss.
Von Cay Dobberke
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WDR Scala, 02.11.2012

Der stille Minister

Was macht eigentlich Bernd Neumann? Eine Zwischenbilanz

Seine Vorgänger, allen voran Michael Naumann, verstanden sich auf das große Wort und den großen Auftritt. Bernd Neumann dagegen, der erste Polit-Profi im noch recht jungen Amt des Staatsministers für Kultur und Medien, arbeitet eher im Stillen. Was natürlich nicht heißt, dass Neumann unumstritten ist. Vor allem die freie Szene klagt über zu wenig Aufmerksamkeit. Portrait eines nüchternen Arbeiters.
Von Sigrid Hoff
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25.04.2012

Gebt den Freien dieses Haus!

Die ehemalige Berliner Kultursenatorin Adrienne Goehler im Gespräch über das Stadttheater, die Verantwortung des Berliner Senats und die Zukunft des Maxim-Gorki-Theaters. Sie fordert: Offenheit für „neue Formen kultureller Produktionen“.
Interview mit Dirk Pilz
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